TOKË
Eine kleine Geschichte über TOKË
Meine Reise begann dort, wo man
Schönheit in edlen Tiegeln verkaufte.
Mit fünfzehn Jahren absolvierte ich
meine erste Ausbildung in einer Parfümerie am Zürcher Paradeplatz. Tag für Tag
durfte ich Menschen zu den exklusivsten Hautpflegeprodukten beraten – Cremes,
deren Wert bis zu CHF 2.200 betrug. Für mich war diese Welt faszinierend.
Schönheit schien etwas zu sein, das man kaufen konnte, dachte ich mir.
Nach jeder Schulung und
Produkteinführung nahm ich neue Pflegeprodukte mit nach Hause. Am meisten
freute ich mich darauf, sie meiner Mutter zu schenken. Ich wollte, dass auch
sie diesen kleinen Hauch von Luxus erleben durfte.
Doch eines Abends veränderte sich
meine Sicht auf Hautpflege für immer.
Ich kam nach Hause und sah, wie sie
sich mit einer Creme im Wert von über CHF 1.200 liebevoll die Füsse
einmassierte.
Verwundert fragte ich sie:
„Mama, warum benutzt du eine Gesichtscreme für deine Füsse?“
Sie lächelte und antwortete ganz
ruhig:
„Es ist mir egal, was sie kostet. Sie brennt in meinen Augen.“
Ich erklärte ihr, dass es dafür
eine spezielle Augencreme gebe. Doch sie sah mich an und sagte einen Satz, den
ich nie vergessen werde:
„Wenn sie in meinen Augen brennt, warum sollte sie dann gut für den Rest meiner Haut sein?“
Dieser Moment blieb.
Nicht wegen der Creme.
Sondern wegen der Ehrlichkeit dieser einfachen Frage.
Sie liess mich nicht mehr los.
2017 begann ich, Pflanzen, Öle und
Wachse mit anderen Augen zu betrachten. Im Berner Oberland durfte ich von einer
Bäuerin lernen, wie traditionelle Salben und Cremes hergestellt werden. Es war
nur ein einziger Tag – doch manchmal reicht ein Tag, um den Anfang von etwas
Grossem zu sein.
Ich begann zu experimentieren, zu
lernen und unzählige Rezepturen zu entwickeln. Zuerst stellte ich meine
Produkte nur für mich selbst her. Später verkaufte ich sie in meinem Yogastudio
und über meinen kleinen Webshop. Ohne grosse Werbung fanden sie ihren Weg von
Mensch zu Mensch.
Mit jedem Glas, das ich abfüllte,
wuchs die Überzeugung, dass Hautpflege nicht kompliziert sein muss. Sie darf
ehrlich sein. Natürlich. Und vielseitig.
2023 traf ich die Entscheidung,
meine geschützten Rezepturen in einem spezialisierten Labor in Deutschland
herstellen zu lassen, um höchste Qualität mit handwerklicher Sorgfalt zu
verbinden. Ein Jahr später reiste ich nach China, lernte meine Produzenten
persönlich kennen und besuchte die Produktionsstätten meiner Verpackungen. Ich
wollte jeden einzelnen Schritt verstehen – weil ich überzeugt bin, dass
Vertrauen dort entsteht, wo man selbst genau hinsieht.
So entstand Tokë.
Tokë bedeutet auf Albanisch Erde.
Ein Name, der mich jeden Tag daran
erinnert, wo alles begann.
Meine Produkte tragen bewusst kein Anti-Aging-Versprechen.
Denn ich glaube nicht daran, gegen das Leben zu kämpfen. Die Haut darf mehrmals täglich einen Schub an Feuchtigkeit geschenkt bekommen.
Jede Falte erzählt von einem
Lächeln, einer Sorge, einer Reise oder einem gelebten Moment. Sie ist kein
Makel, sondern Teil unserer Geschichte.
Ich wünsche mir Hautpflege, die
nicht gegen die Zeit arbeitet, sondern mit ihr.
Pflege, die nährt statt überdeckt.
Pflege, die die Haut so behandelt,
wie wir selbst behandelt werden möchten – mit Respekt, Geduld und Liebe.
Genau dafür steht Tokë.

